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Schwerkrimineller ‘La Diabla’ in Hamburg gefasst
Zugriff um Mitternacht

Schwerkrimineller ‘La Diabla’ in Hamburg gefasst

Dem Hamburger LKA (Zielfahndung/LKA 23) gelingt die Festnahme von Leudis Isaac Corro Camacho alias „TS La Diabla“ oder „TS Donatella“ in einem Wohnungsbordell im Hamburger Stadtteil Hohenfelde.

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Leudis Isaac Corro Camacho alias La Diabla

Leudis Isaac Corro Camacho gehörte zu den meistgesuchten Verbrechern Europas. Gegen ihn wird unter anderem wegen Menschenhandels, Geldwäsche und Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Das mutmaßliche Oberhaupt eines europaweit tätigen Menschenhändlerrings sei bereits am Mittwochabend, 1. Dezember 2021, kurz vor Mitternacht von Zivilfahndern des LKA in einer Wohnung am Graumannsweg verhaftet worden.

Laut Informationen der spanischen Nationalpolizei rekrutierte der mutmaßliche Täter Frauen und feminine Männer in Venezuela, um sie hauptsächlich in Spanien und Deutschland sexuell auszubeuten. Die Opfer wurden von ihm nach Spanien gelockt und dort zu Schönheitsoperationen gezwungen. Berichten zufolge wurde den gefangenen Frauen und Männern Fett abgesaugt. Den entführten Männern wurden Brustimplantate eingesetzt und Östrogene verabreicht.

Der mutmaßliche Täter rekrutierte seine späteren Opfer in sozialen Netzwerken und im Umfeld des Schönheitswettbewerbs „Miss Trans Venezuela“. Die prekäre wirtschaftliche Situation machte es dem mutmaßlichen Menschenhändler leicht, in seiner venezolanischen Heimat immer neue Opfer anzuwerben.

Im Fadenkreuz des Regimes - zwischen Gewalt und Menschenhandel

Die sozialistische Staatspartei (Partido Socialista Unido de Venezuela) hat mit ihrer Politik das Land in die schlimmste Wirtschaftskrise seiner Geschichte gestürzt. Diese Krise hat auch schwerwiegende Folgen für das Leben von Schwulen und Transsexuellen.

Durch die zusammenbrechende Wirtschaft ist die Toleranz gegenüber diesen Gruppen stark gesunken. Transpersonen haben kaum Zugang zu regulären Jobs oder staatlichen Hilfsprogrammen wie dem Familienlebensmittel-Programm. Berichte des LGBTI Network of Venezuela sprechen von systematischer Gewalt: Transpersonen werden oft gefoltert, erniedrigt und unmenschlich behandelt. Sie sind regelmäßig Opfer von Aggression, Erpressung und Verfolgung durch Sicherheitskräfte oder parastaatliche kriminelle Gruppen. 

Staatlich geförderte Colectivos, die fester Bestandteil der repressiven Strukturen der venezolanischen Regierung sind, spielen eine zentrale Rolle im Menschenhandel. Sie zwingen Frauen, Minderjährige und Transpersonen systematisch zur Prostitution und organisieren ihre Verschleppung in Nachbarländer, um sie dort weiter auszubeuten.

Auch die venezolanische Gesundheitskrise trifft die Transgender-Community besonders hart. Laut BBC News Mundo gibt es in Caracas, im medizinischen Zentrum UCIEP, kaum noch Behandlungen für Transgender-Personen, weil die Gesundheitsversorgung praktisch zusammengebrochen ist.

La Sirena Real - der zerplatzte Traum

Ein tragischer Fall, der die schlechte medizinische Versorgung von Transpersonen in Venezuela beleuchtet, ist der frühe Tod von Luis Alberto Silva, auch bekannt als La Sirena Real“. Silva, der 2017 im Alter von nur 26 Jahren starb, war als „Miss Trans Venezuela“ bekannt. Er starb an den Folgen einer Silikonvergiftung, nachdem ihm minderwertige Implantate eingesetzt worden waren.

Yesica Bloom, wie er sich auch nannte, begann im Alter von 15 Jahren, sich in Maracaibo zu prostituieren. Nacht für Nacht stand er in Dessous und High Heels auf den Straßen und sammelte Geld für seine Geschlechtsumwandlung. Doch das Geld reichte nur für billige Implantate aus Industriesilikon. Ein Sturz ließ eines der Implantate platzen, wodurch sich das Silikon in seinem Körper ausbreitete und eine tödliche Lungenentzündung verursachte.

Der Künstler und Aktivist Daniel Arzola hat ein ähnliches Schicksal erlebt. Er berichtete, dass er als 15-Jähriger von seinen Nachbarn in Maracay aus dem Haus gezerrt wurde. Sie banden ihn mit Kabelbindern an einen Strommast, warfen Feuerwerkskörper auf ihn und drückten brennende Zigaretten an seinem Körper aus. Arzola schaffte es, in die USA zu fliehen, wo er heute lebt.

Exodus - Weg in die Dunkelheit

Die Wirtschaftskrise in Venezuela hat viele Mitglieder der LGBT+-Community zur Flucht gezwungen. Besonders Transpersonen, die ohnehin stark bedroht sind, sahen keinen anderen Ausweg. Doch ihre Flucht führte sie oft direkt in die Fänge skrupelloser Menschenhändler wie La Diabla, der sie mit falschen Versprechungen nach Europa lockte.

Viele dieser Transpersonen landeten in Bordellen in Spanien, Panama, Kolumbien und der Dominikanischen Republik – oder, wie im Fall von La Diabla, in Berlin und Hamburg, wo sie brutal sexuell ausgebeutet wurden.

Sexsklaven in Spanien - Albtraum hinter verschlossenen Türen

Leudis Isaac Corro Camacho, alias „TS La Diabla“, verdiente schon seit Jahren Geld durch illegale Schleusung und Zwangsprostitution. Im August 2017 gelang der spanischen Nationalpolizei ein großer Schlag: Sie befreite 24 seiner Opfer aus verschiedenen Wohnungen und Bordellen in Barcelona und Palma de Mallorca.

Die Opfer, meist zwangsweise feminisierte Venezolaner, mussten unter entsetzlichen Bedingungen leben und sich rund um die Uhr Freiern anbieten. Viele von ihnen wurden durch Schönheitswettbewerbe wie „Miss Trans Venezuela“ angelockt , wo ihnen Brustvergrößerungen und eine Reise nach Europa versprochen wurden.

Cuerpo Nacional de Policia Espana Patrulla SEAT 131
Zugriff in Spanien

In Spanien angekommen, wurden ihnen ihre Reisepässe abgenommen und ihnen eine Schuld“ von 15.000 Euro auferlegt, die sie durch die Prostitution abarbeiten mussten. Wenn sie nicht genug Geld einbrachten oder Kritik äußerten, wurde ihre Schuld durch zusätzliche „Geldstrafen“ noch weiter erhöht. So blieben sie in einem Zustand ständiger Abhängigkeit und Knechtschaft gefangen.

Einige der Opfer berichteten der Polizei, dass Prostituierte, die nicht mehr genug Geld verdienten, von Camacho weiterverkauft wurden. Sie lebten in engen, überfüllten Räumen, oft in feuchten Etagenbetten, und mussten ihren Kunden jede sexuelle Praktik anbieten. Camachos Bande zwang sie außerdem dazu, Drogen zu verkaufen.

Jeder Venezolaner, der zur Prostitution gezwungen wurde, brachte den Menschenhändlern rund 4.000 Euro pro Monat ein. Die Sexangebote wurden über Kleinanzeigen und spezielle Escort-Webseiten aggressiv beworben, wobei versprochen wurde, dass die Escorts jeden Wunsch – ausnahmslos – erfüllen würden.

Trans-Vestigialitäts-Hypothese - zwischen Ausweg und Untergang

Die große Zahl venezolanischer Transsexueller überrascht Experten kaum. Der Evolutionsbiologe Frank Muscarella stellte 2008 in einer Studie  fest, dass homoerotische Neigungen und transsexuelles Verhalten oft aus Frustration und sozialer Ausgrenzung entstehen.

Besonders betroffen sind Männer aus der ehemaligen Ober- und Mittelschicht, deren Familien durch die radikale Umverteilung in Venezuela alles verloren haben. Für viele dieser Männer wird die Feminisierung zu einem scheinbaren Ausweg.

La Sirena Real
La Sirena Real

Doch ihre Entscheidung geht weit über eine bloße Flucht vor der brutalen, von Machismo und Gewalt geprägten Realität hinaus. Es ist vielmehr eine bewusste Auseinandersetzung mit der Maskulinität, die sie als bedrohlich empfinden. Anstatt sich mit den machthungrigen Funktionären der Staatspartei und ihren untergeordneten, bolivarischen Gangstern auf deren Ebene zu messen, wählen sie einen radikalen Gegenentwurf.

Indem sie sich ihre Brüste vergrößern lassen und die Arbeit in Bordellen antreten, stellen sie sich nicht nur der Gefahr – sie scheinen sie fast schon zu umarmen. Diese Männer akzeptieren die Gewalt und Unterwerfung als Teil ihres neuen Lebens, nicht aus Naivität, sondern weil ihnen dieser radikale Weg eine Form von Kontrolle über ihr eigenes Schicksal gibt. Die Rolle der unterwürfigen, feminisierten Figur in einer von Männern dominierten Welt wird für sie zum Mittel, sich auf ihre eigene Weise in die Machtverhältnisse einzugliedern.

Sie empfangen diese Männer in Dessous, mit aufgespritzten Lippen und einem radikal feminisierten Körper. Es ist keine unfreiwillige Unterwerfung, sondern eine Art der bewussten Hingabe, durch die sie eine neue Identität finden – in einer Welt, die ihnen scheinbar keinen adäquaten Platz lässt.

Zuhälter als Hure - Das Doppelleben von „La Diabla“

Was den Fall von Leudis Isaac Corro Camacho, alias „La Diabla“, einzigartig macht, ist die Tatsache, dass er nicht nur als Kopf eines Menschenhändlerrings agierte, sondern auch selbst als Trans-Prostituierte tätig war.

In Reizwäsche, mit aufgespritzten Lippen und Brustimplantaten ausgestattet, verkaufte er sich in denselben Bordellen, in denen auch seine Opfer gezwungen wurden, ihre Körper anzubieten. Unter dem Namen „Donatella“ bot er sich Männern an – und erlebte damit dieselben demütigenden Praktiken, die er seinen eigenen Zwangsprostituierten aufzwang.

Doch Camacho tat dies nicht nur, um unterzutauchen oder sich vor der Polizei zu verstecken. Es ging vermutlich tiefer. Seine Teilnahme an der Prostitution diente ihm möglicherweise auch dazu, seine Kontrolle über die anderen Trans-Prostituierten zu stärken. Indem er sich in derselben erniedrigenden Rolle präsentierte, konnte er Nähe aufbauen und gleichzeitig ihre völlige Abhängigkeit sichern. Er war einer von ihnen – und doch ihr Meister.

Es gibt Hinweise darauf, dass Camacho sich in dieser doppelten Rolle, als Zuhälter und Hure, wohlfühlte. Für ihn könnte es nicht nur ein Mittel zur Machtausübung gewesen sein, sondern auch ein Weg, seine eigenen masochistischen Neigungen auszuleben.

Die Gewalt, die er seinen Opfern zufügte, empfing er auch selbst – mit einer Mischung aus Schmerz und Lust. Die sadistischen Wünsche seiner Freier erfüllte er mit einer Hingabe, die weit über seine professionelle Rolle hinausging. Diese Dynamik zwischen Kontrolle, Macht und Unterwerfung prägte sein Handeln.

Camacho lebte die Erniedrigung, die er anderen zufügte, auch selbst, und vielleicht war genau das der Schlüssel zu seinem Erfolg als Zuhälter. Er verstand die Psyche seiner Opfer, weil er selbst in ihrer Haut steckte – wortwörtlich.

Er wusste, welche Knöpfe er drücken musste, um sie gefügig zu machen, und wie er ihre Abhängigkeit aufrechterhalten konnte, indem er die gleiche Rolle übernahm. Es war eine Macht, die er nicht nur ausübte, sondern auch erlebte – als krimineller Täter und als erniedrigte Hure.

Nach der Zerschlagung seines Rings in Spanien gelang ihm die Flucht nach Deutschland und Tschechien, wo er seine kriminellen Machenschaften fortsetzte.

Doch seine Verstrickung in Menschenhandel und Zwangsprostitution war nicht nur ein Geschäft. Es war auch Ausdruck seiner widersprüchlichen Natur. Als Zuhälter und Hure erlebter er die Gewalt, die er ausübte auf eine Art und Weise, die ihn gleichzeitig stark und gebrochen machte.

Boss und Hure - Wie Camacho die Unterwelt regierte

Obwohl Leudis Isaac Corro Camacho selbst als Trans-Prostituierte arbeitete, wurde er von einigen der gefährlichsten Schwerkriminellen Europas als Boss respektiert. Unter seiner Führung operierte ein Netzwerk, zu dem auch berüchtigte Verbrecher wie der Tscheche Norbert Köhler gehörten, der wegen Kokainschmuggel und Entführung verurteilt wurde. 

Ebenso hatte Camacho Verbindungen zu Schwerstkriminellen wie Antonio Angles Martins, der für seine grausamen Morde bekannt ist. Trotz seiner feminisierten Erscheinung und der Tätigkeit als Hure wurde La Diabla von diesen hartgesottenen Gangstern als Anführer akzeptiert.

Diese scheinbar widersprüchliche Rolle – dominanter und skrupelloser Boss und zugleich als devot-masochistische Hure – zeigt die faszinierende und komplexe Persönlichkeit von Camacho, der es schaffte, Macht und Kontrolle über Männer auszuüben, die selbst für extreme Gewalt bekannt waren.

Spitzname „La Diabla“ - Der teuflische Mythos

Seinen berüchtigten Spitznamen „La Diabla“ (die Teufelin) erhielt Leudis Isaac Corro Camacho in Anlehnung an die äußerst populäre kolumbianische Fernsehserie Sin Tetas No Hay Paraíso (Ohne Titten kein Paradies). In der Serie spielt die charismatische und gleichzeitig eiskalte Yésica Franco, genannt „La Diabla“, eine zentrale Rolle. Sie führt junge Mädchen aus ihrer Nachbarschaft in die Welt der kriminellen Banden, indem sie ihnen das Versprechen auf neue Brüste und ein vermeintlich besseres Leben durch Prostitution macht.

Diese Serie ist in vielen Teilen Südamerikas, besonders in ärmeren und kriminell geprägten Vierteln, mehr als nur eine Unterhaltungssendung. Yésica Franco wurde zu einer Art Anti-Idol für viele, die ihre Verbindungen zu den Banden und Kartellen als Weg zu Macht und Reichtum betrachten.

Diese Serie hat die Wahrnehmung von Kriminalität und Prostitution in weiten Teilen der Gesellschaft stark beeinflusst. Auch für Camacho schien diese Figur inspirierend zu sein. Er übernahm nicht nur den Namen, sondern auch die manipulative Art, mit der „La Diabla“ Macht über andere ausübte, und setzte sie in seinem eigenen kriminellen Imperium ein.

Durch die Wahl dieses Spitznamens zeigte Camacho, dass er sich nicht nur mit einer kriminellen Figur identifizierte, sondern die Rolle der Yésica Franco als mächtige und verführerische Frau, die trotz ihrer Verbrechen von vielen bewundert wird, in sein eigenes Leben übertrug.

Dieser Spitzname war nicht zufällig gewählt – er war Teil seiner Inszenierung als gefürchtete, aber auch faszinierende Persönlichkeit in der Unterwelt.

Vom Netz ins Netz – La Diabla Enttarnung

Die Ermittler kamen Leudis Isaac Corro Camacho, alias „La Diabla“, in Hamburg auf die Spur, nachdem sie die bekannten Formulierungen aus den spanischen Polizeiakten nutzten, um europaweit nach seinen Anzeigen zu suchen. La Diabla hatte bereits 2017 in Spanien markante Floskeln verwendet, um sowohl seine „Ware“ – meist Trans-Prostituierte – als auch sich selbst aggressiv zu vermarkten.

In den Anzeigen pries er sich und seine Prostituierten mit extremen, fast schon schockierenden Formulierungen an:

zitat 2

“Para ustedes la más perversa y complaciente trans …”

“Für dich die perverseste und offenherzigste Trans …”

“… disponible para cualquier tipo de fantasía sexual …”

“… verfügbar für jede Art von sexueller Fantasie …”

“Experta en dobles penetraciones, penetraciones extremas y fisting, … orgías, tríos, … soy la más sumisa perrita …”

“Expertin für Doppelpenetration, extreme Penetration und Fisting, … Orgien, Dreier, … ich bin die unterwürfigste Bitch …”

“Me gustan los hombres viciosos …”

“Ich mag bösartige Männer …”

El gang bang una de las prácticas preferidas …

“Gangbang ist eine meiner beliebtesten Praktiken …”

Diese expliziten, fast markanten Phrasen ermöglichten es den Ermittlern, seine Online-Anzeigen zu verfolgen.

Eine der in den Anzeigen verwendeten Telefonnummern erwies sich dann als der entscheidende Hinweis. Die Ermittler in Litauen und Deutschland konnten Camacho anhand dieser Nummer orten.

Die Tatsache, dass Camacho durch seine wiederholte, fast unveränderte Wortwahl entlarvt wurde, zeigt, wie sehr er sich auf sein “Marketing” verließ – und letztlich, wie dieses ihn zu Fall brachte.

In Dessous und Handschellen - La Diabla am Ende

Die Ermittler verfolgten nicht nur die Spuren von Leudis Isaac Corro Camachos kriminellen Machenschaften, sondern auch seine persönlichen Beziehungen, die eine entscheidende Rolle bei seiner Festnahme spielten.

Besonders zwei Liebesbeziehungen – zu einem ehemaligen deutschen Polizisten und dem litauischen Eishockeyspieler Robert Licitis – wurden zu wichtigen Anhaltspunkten für die Zielfahnder.

Der deutsche Polizist, mit dem La Diabla Ende 2020 aus Spanien geflohen war, geriet schnell ins Visier der Ermittler. Nur einen Tag nach der Veröffentlichung seines Fotos in der Rubrik der meistgesuchten Personen wurde er von der deutschen Polizei festgenommen, was die Ermittler einen Schritt näher an Camacho brachte. Die Fahnder konzentrierten sich anschließend auf Licitis, der ebenfalls enge Verbindungen zu Camacho hatte.

Der entscheidende Moment kam schließlich in der kalten Nacht des 1. Dezember 2021, als die Ermittler ein luxuriöses Apartment im Hamburger Stadtteil Hohenfelde ins Visier nahmen. Das Wohnungsbordell wirkte von außen unauffällig, doch im Inneren wartete Camacho, alias „Donatella“, als Trans-Prostituierte auf Freier.

Als die Beamten Mitternacht die Tür aufbrachen, fanden sie La Diabla in Dessous und perfekt geschminktem Gesicht. Trotz der Überraschung leistete Camacho keinen Widerstand. Der Menschenhändler, der einst in der Unterwelt Spaniens und Deutschlands gefürchtet war, hatte unter dem Druck der monatelangen Fahndung offenbar resigniert.

Nach seiner Festnahme wurde Camacho in die Hamburger Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel, besser bekannt als Santa Fu, gebracht. Dort wartete er auf seine Überstellung nach Spanien.

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Philipp
2 Monate zuvor

Das ist echt krass, was für ein komplexes Netzwerk dieser Typ aufgebaut hat. Da fragt man sich echt, wie lange sowas unbemerkt laufen kann. Respekt an die Ermittler!

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